Macher gegen den Virus

Soforthilfe in der Krise – PROSOZ Herten stellt Corona-Schutzschilde aus dem 3D-Drucker her

In der PROSOZ-Entwicklungsabteilung befindet sich seit einiger Zeit auch ein 3D-Drucker. Da fast alle Mitarbeiter*innen aktuell im Homeoffice sind, wäre dieser auch zum Stillstand verurteilt. André Schoder, Entwickler in der Produktion Soziale Sicherung, hatte die zündende Idee: Die Beteiligung an der Kampagne "Maker vs. Virus".

Maker vs. Virus

Unser Kollege ist schon länger Teil einer immer größer werdenden Community in Deutschland - die Maker-Szene. Hier treffen sich Gleichgesinnte, um z. B. 3D-Druck zu betreiben und diese Art der Digitalisierung weiterzuentwickeln. Andere Beispiele aus diesem Umfeld sind Repair-Cafés oder andere Technologie-Werkstätten sowie Digital-Workshops.

50 Gestelle für Gesichtsschilde bereits fertig

Mit Hilfe unseres 3D-Druckers sind bisher 50 Gestelle für Gesichtsschilde fertiggestellt worden. Neben dem PROSOZ-Drucker setzt der Kollege auch noch seine eigenen Drucker ein. Das Schöne ist: während die Drucker laufen, programmiert er an unsere Software OPEN/PROSOZ weiter. Einmal gestartet arbeiten die Drucker fast von alleine.

Verteilung der 3D-Druckerzeuginsse ist sehr einfach

Die Maker-Community ist über HUB-Strukturen organisiert. Der aus dem Englischen stammende Begriff bedeutet so viel wie Verteiler. In diesem Falle organisiert das HUB im Kreis Recklinghausen die Verteilung der Druckteile zur Herstellung von Schutzschilden z. B. an Feuerwehren, Krankenhäuser und Arztpraxen. Über die Webseite des Projektes www.makervsvirus.org werden Hersteller, Verteiler und Bedürftige zusammengebracht. Unser Entwickler verfolgt auch die Weiterentwicklung, die Spritzgussmodelle kostengünstiger machen soll. Auf diesem Wege wollen wir auch abseits unseres Kerngeschäftes auf die Bedürfnisse in der gegenwärtigen Ausnahmesituation reagieren.