BTHG aktuell

Wie müssen sich Kommunen auf die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes einstellen? – Dieser Frage gehen Anwender und PROSOZ-Fachexperten momentan gemeinsam nach. Workshops in den einzelnen Bundesländern erarbeiten, wie die Anforderungen des BTHG fristgerecht in Organisation, Arbeitsabläufen und Software abgebildet werden können. Jüngstes Treffen war der Workshop der Anwendergemeinschaft Hessen am 26.04.2018 in Marburg.

Schwerpunktthema im Kreishaus des Landkreises Marburg-Biedenkopf war das Fallmanagement in der Eingliederungshilfe. Die Neuordnung der Eingliederungshilfe und der schrittweise Übergang in das SGB IX erfordern zahlreiche Anpassungen in diesem Bereich. Das Hauptaugenmerk der Teilnehmer richtete sich vor allem auf folgende Fragen:


• Welche konkreten Zuständigkeiten werden die örtlichen Sozialhilfeträger zugewiesen bekommen?
• Welche Stellen bzw. Ämter  nehmen das Fallmanagement wahr und sind Ansprechpartner für die Hilfebedürftigen?
• Welche Methode wird für die ICF-basierten Bedarfsermittlung eingesetzt und wie kann diese ins Fachverfahren eingebunden werden?
• Mit welchem Personalbedarf und welchen zusätzlichen Ressourcen ist zu rechnen?

Das Arbeitstreffen der hessischen Anwender war ein Termin einer Reihe regionaler Workshops. In allen Bundesländern, in denen die Eingliederungshilfe ganz oder in Teilen den Kreisen und kreisfreien Städten obliegt, organisiert PROSOZ Herten momentan den fachlichen Dialog, um die Gesetzesänderungen praxisgerecht in die IT-Fachverfahren einzuarbeiten.

Da die Umsetzung des BTHG in vielen Belangen durch die Bundesländer geregelt wird, sind auch die jeweiligen Rahmenbedingungen und die künftigen Arbeitsinstrumente unterschiedlich. Ziel der Länderworkshops ist es, die Vorgaben für die Arbeitsabläufe in der Software zu konkretisieren. Landesweit einheitliche Abstimmungen erleichtern die Entwicklung und sollen helfen, möglichst früh die Arbeit im Fachverfahren aufnehmen können.

Die Prozessvorgaben und Dokumentationspflichten des BTHG werden eine größere Einsatztiefe der IT erfordern. Mit abgestimmten Arbeitsinstrumenten wollen wir alle Anwender für die Anforderungen der nächsten Reformstufen des BTHG stärken. Sollten sie Fragen oder Anmerkungen zur Ausgestaltung der gesetzlichen Änderungen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.

Kontakt:
Dr. Freya Ostlinning
Tel.: 02366 188-483
E-Mail: f.ostlinningprosoz.LÖSCHEN.de