Aus aktuellem Anlass

Aus aktuellem Anlass möchten wir über folgenden Sachverhalt informieren.
Seit einiger Zeit richtet ein Journalist Anfragen u.a. zur Beschäftigung freier Mitarbeiter an PROSOZ Herten. Der Wunsch nach Auskunft wurde gerichtlich geltend gemacht. In der ersten Instanz wurde der Auskunftsanspruch abgewiesen, in der zweiten Instanz wurde ihm nun stattgegeben.

Am 22.3. wurde der Urteilstenor bekannt gegeben, wonach wir die oben beschriebenen Auskünfte erteilen müssen.
Derzeit prüfen wir noch die Urteilsbegründung und werden vorsorglich fristwahrend die Revision einlegen.
Bisher haben wir keine Auskunft erteilt, weil wir keine Staatsaufgaben wahrnehmen, sondern als privatwirtschaftliches Unternehmen mit anderen Anbietern im Wettbewerb stehen. Unserem Verständnis nach sind wir nicht nach dem Landespressegesetz auskunftspflichtig, wie es typischerweise bei Behörden im Rahmen der öffentlichen Verwaltung der Fall ist. Die bisher verlangten Auskünfte haben wir als Geschäfts- und Betriebsgeheimnis bewertet.

Das ergangene Urteil hat Auskunftsrechte der Presse zum Inhalt. Die bisherige Berichterstattung des Recherchezentrums correctiv – der Kläger ist als Journalist für das Recherchezentrum tätig - mischt dieser presserechtlichen Klärung einen nicht belegten Verdacht bei, wonach wir mit Hilfe von „sogenannten“ Beraterverträgen IT-Verantwortliche bei Kunden an uns gebunden und so Auftragsvergaben beeinflusst haben sollen.
An dieser Stelle betonen wir, dass die Beschäftigung freier Mitarbeiter - insbesondere handelt es sich hierbei um Dozenten unserer Akademie – rechtmäßig und branchenüblich ist. In der Sache geht es um Folgendes:

PROSOZ Herten beschäftigt einen Pool freier Mitarbeiter, insbesondere im Bereich der hauseigenen Akademie, die für die Qualifizierung von Kunden rund um die Fachsoftware zuständig ist. Wir schließen Dozenten-/ Tester- und Supportverträge mit Mitarbeitern unserer Kunden, die aufgrund ihres eigenen Praxiseinsatzes der PROSOZ Software über das benötigte Know-how und damit über das richtige Profil verfügen. Die freien Mitarbeiter führen Schulungen für die Anwender von PROSOZ Software durch, wenn der aktuelle Schulungsbedarf bei Kunden die PROSOZ-eigenen Dozenten-Ressourcen übersteigt. So stehen jederzeit ausreichend Dozenten zur Verfügung, um Kunden in die Fachsoftware einzuführen und Projekte können zeitnah abgewickelt werden. Die Leistungen dieser freien Mitarbeiter erfolgt in zeitlich geringem Umfang, im Rahmen einer genehmigten Nebentätigkeit durch den zuständigen kommunalen Dienstherren und für eine übliche Vergütung. Bei den eingesetzten freien Mitarbeitern handelt es sich nicht um Personen, die Einfluss auf Vergabeentscheidungen nehmen können.

Hierbei handelt es sich um ein im Markt für komplexe Fachsoftware übliches Vorgehen, auf das auch andere Anbieter zurückgreifen und das wir seit jeher öffentlich bewerben. Sowohl auf unserer Homepage als auch in diversen Printpublikationen berichten wir unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ über den erfolgreichen Einsatz von Trainern aus der kommunalen Verwaltungspraxis. Einzelne Trainer setzen wir gezielt als sogenannte Testimonials ein, um dem fundierten Praxis-Know-how in unseren Anwenderqualifizierungen Nachdruck zu verleihen. Der Wissensaustausch der Anwender untereinander entspricht unserer Firmenphilosophie, die wir unter anderem in Form von Anwendertagen oder Facharbeitskreisen sowie entwicklungsbegleitenden Kundenfeedbacks aktiv mit unseren Kunden leben.
Ansprechpartnerin:
Tina Rostock, t.rostock@prosoz.de, 02366 / 188 233